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Grundidee der Gartengestaltung ist eine Gegenüberstellung von Leben und Vergänglichkeit. Anhand verfremdeter Elemente barocker Gartenkunst bietet die Anlage den
Betrachtern die Möglichkeit zur Reflektion und Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Im mittleren Abschnitt befinden sich neun Pflanzschalen, die Blumen-Tuffs, deren Formgebung eine individuelle Interpretation des ursprünglichen Begriffes “Barock”
darstellt (portugiesisch barocco: unregelmäßig geformte Perle). Die Tuffs sind gefüllt mit orangefarbenen Stauden, die Lebendigkeit und Vitalität versinnbildlichen. Die Pflanzenarten sind so verteilt,
dass in den Schalen im Randbereich die ersten Blumen zu Beginn des Gartenfestivals blühen und bis zur Mitte des Gartens hin die letzte Blütezeit im Herbst erfolgt. Den Tuffs gegenüber stehen fünf
abgestorbene Bäume, die die Begrenztheit des Lebens symbolisieren. Der sukzessive Übergang vom Dasein in die Endlichkeit wird dadurch verdeutlicht.
Zu beiden Seiten des zentralen Gartenbereiches befinden sich die “meditativen Seitenräume”, die verschiedene Blickwinkel für die Betrachtung des mittleren Gartenbereiches
eröffnen. Diese beiden Räume bieten die Gelegenheit, einen Moment innezuhalten und die gewählten Symbole des Werdens und Vergehens aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten: Vielleicht ergeben
sich aus einem “Positionswechsel” neue Sichtweisen?
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